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Kaum Wohnungsneubau in BerlinNicht bauen, nicht bauen, nicht bauen

Unter dem „Bauen, bauen, bauen“-Senat sind im vergangenen Jahr 14.000 neue Wohnungen fertiggestellt worden. Das sind so wenig wie seit 2016 nicht mehr.

Vielleicht wird nächstes Jahr gebaut Foto: dpa
Erik Peter

Aus Berlin

Erik Peter

„Bauen, bauen, bauen“ lautet bekanntlich das Mantra von CDU und SPD, um den Verwerfungen am Berliner Wohnungsmarkt zu begegnen – bei größtmöglichem Verzicht auf Mietenregulierung. Im Koalitionsvertrag hat der Senat daher festgehalten: „Den Neubau bezahlbarerer Wohnungen treiben wir gemeinsam und mit sehr ambitionierten Zielsetzungen voran.“ Als Zielmarke vorgesehen sind, wie schon seit mehr als zehn Jahren, 20.000 neue Wohnungen pro Jahr.

Am Dienstag hat Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) nun die vorläufige Statistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Er sagte: „Nach dem, was sich so abschätzen lässt, werden wir bei etwa 14.000 Neubauwohnungen liegen.“ Das sind noch einmal etwa 1.400 Wohnungen weniger als im bereits schwachen Vorjahr und es ist die niedrigste Zahl seit fast einem Jahrzehnt. 2016 betrug die Zahl der Fertigstellungen 13.600 Wohnungen, auch damals verantwortet von einem Senat von SPD und CDU.

„Meine Hoffnung war, dass wir die Talsohle im letzten Jahr erreicht haben. Mit den 14.000 liegen wir jetzt immer noch in der Talsohle“, sagte Gaebler. Trotz eines Anstiegs im Vergleich zum Vorjahr bleiben auch die landeseigenen Wohnungsbauunternehmen mit 4.700 Wohnungen fertiggestellten Wohnungen hinter dem Senatsziel von jährlich 6.500 neuen Wohnungen zurück.

Meine Hoffnung war, dass wir die Talsohle im letzten Jahr erreicht haben. Mit den 14.000 liegen wir jetzt immer noch in der Talsohle

Christian Gaebler, Nicht-Bausenator

Optimismus verbreitet der Senator dennoch. „Wir können feststellen, dass in diesem Jahr die Baugenehmigungen angezogen haben.“ Man werde 2025 bei den Genehmigungen „mindestens 30 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegen, was zugegebenermaßen auch sehr niedrig war“, so Gaebler. Tatsächlich reicht auch ein Zuwachs von 30 Prozent nicht aus, um den Einbruch der Zahlen in 2024 auszugleichen. In dem Jahr war lediglich der Bau von 9.772 Wohnungen genehmigt worden, das sind 38,5 Prozent weniger als noch 2023.

Teuer erkauft hat sich der Senat die Bewilligungen von Sozialwohnungen mit Preisbindung. 2024 hatte er die Förderung für den sozialen Wohnungsbau auf 1,5 Milliarden Euro verdoppelt – bis zu 300.000 Euro pro Wohnung. Im Ergebnis waren im Vorjahr 5.188 Sozialwohnungen genehmigt worden, in diesem Jahr sind es mit 5.175 fast genauso viele. Doch noch immer fallen mehr Sozialwohnungen aus der Bindung, als neue hinzukommen.

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